Sprachtherapie für Erwachsene

Gruppe Erw nachdenkenEine Sprachtherapie kann für Erwachsene aus vielerlei Gründen notwendig sein – als Ausgleich von Defiziten, als Einüben neuer Kommunikationsformen und Techniken oder aus anderen Gründen.

Eine Sprachtherapie kann für Erwachsene aus vielerlei Gründen notwendig sein – als Ausgleich von Defiziten, als Einüben neuer Kommunikationsformen und Techniken oder aus anderen Gründen.
Bei Erwachsenen kann es in Folge einer Erkrankung zu Sprachstörungen kommen. Meistens sind dies Schädigungen des Gehirns oder der Nerven, z. B. nach einem Schlaganfall oder bei chronischen neurologischen Erkrankungen wie Parkinson. Häufig treten in Zusammenhang mit diesen Erkrankungen auch Schluckstörungen auf. Durch starke Belastungen der Stimme kann es vor allem bei Menschen, die einen Sprechberuf ausüben, zu einer Stimmstörung kommen. Die Stimme klingt dann heiser, ist wenig belastungsfähig und bleibt manchmal ganz weg. Stottern kommt bei ca. 1 % der erwachsenen Bevölkerung vor. Es kann eine deutliche Beeinträchtigung im Kommunikationsverhalten bedingen. Neben den bereits genannten Bereichen gibt es noch weitere Bereiche, in denen eine logopädische Therapie beziehungsweise eine Sprachtherapie für Erwachsene sinnvoll ist. Die Therapien finden in der Regel in unseren Praxisräumen statt. Wir machen aber auch Hausbesuche.

Behandlungsbereiche bei Erwachsenen in unserer Praxis:

  • teilweiser oder genereller Sprachverlust (Aphasie)
  • Neurologisch bedingte Aussprachstörungen (Dysarthrie, Sprechapraxie)
  • Schluckstörung (Dysphagie)
  • Gesichtslähmung (Facialisparese)
  • Stimmstörung
  • Stottern
  • Poltern
  • Sprachstörung aufgrund einer Behinderung
  • Sprachstörung aufgrund eines Autismus

Ein Syndrom im Bereich der neurologisch bedingten Sprachstörungen ist die Aphasie – eine erworbene Sprachstörung, die meist durch Schädigungen des Gehirns entsteht. Ursache dafür sind häufig Schlaganfälle in der linken Hemisphäre des Gehirns (häufig Sitz der Sprachregion). Im Extremfall ist das Sprechen komplett verloren gegangen. Häufiger sind partielle Einschränkungen des Sprachvermögens in unterschiedlicher Ausprägung: neben einer Verundeutlichung der Aussprache (verwaschene, leise, undeutliche Aussprache, Verschlucken von Lauten oder Silben) kann es ebenso zu einer Verkürzung der Sätze bis zu einem Telegrammstil kommen, grammatischen Fehlleistungen, Wiederholungen von Wörtern und ähnlichem. Unser Behandlungsziel ist es, dem Aphasiker die sprachliche Alltagskommunikation wieder zu ermöglichen. Auch aus anderen Gründen kann das Sprachvermögen vom Sprachzentrum im Gehirn aus beeinträchtigt sein – so etwa nach Schädel-Hirn-Traumata, Gehirnoperationen, Hirnhautentzündungen, Parkinson oder andere Erkrankungen.

Die Vorteile bei einer logopädischen Behandlung:

  • Verringerung der kommunikativen Beeinträchtigung, die mit der Sprachstörung verbunden ist
  • Erhöhte soziale Partizipation
  • Bessere Berufschancen
  • Verbesserung der Lebensqualität

Des Weiteren kann es auch zu Beeinträchtigungen im Bereich der ausführenden Sprechorgane kommen. Wenn die für das Sprechen genutzten Muskeln, Atemwege oder der Kehlkopf betroffen sind, behindern diese Beeinträchtigung den Sprechakt. Verlust der Atemkontrolle, eingeschränkte Beweglichkeit von Lippen oder Zunge, veränderter Speichelfluss sind nur einige Beispiele, warum das Sprechen schwerfällt und die Worte nicht mehr wie zuvor realisierbar sind. In allen diesen Bereichen können wir mit gezielter Therapie, die sich individuell am Patienten ausrichtet, Maßnahmen entwickeln, mit denen der Sprechakt wieder besser funktioniert bzw. Alternativen entwickelt werden, falls dies nicht möglich ist. Einen weiteren wichtigen Bereich bilden Sprechstörungen, die von Geburt an oder seit der frühen Kindheit vorliegen. Auch hier geht es vor allem um Maßnahmen, die Störung zu verringern bzw. mit den bestehenden Beeinträchtigungen besser zurechtzukommen.

 

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