Aussprachestörung bei Kindern

Lilith schreienBei vielen Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren  entspricht die Aussprache von einigen Buchstaben/Lauten nicht der normalen Aussprache. Sie vertauschen die Laute, lassen sie aus oder bilden sie nicht korrekt.

Beispiele: „Tinder“ statt „Kinder“, „Darten“ statt „Garten“, „Sule“ statt Schule“, „kettern“ statt „klettern“, „Schank“ statt „Schrank“. Wenn die Zunge bei der Bildung des „S“ zwischen den Zähnen herauskommt oder gegen diese stößt, spricht man vom Lispeln, einer Lautfehlbildung.

Die Ausspracheschwierigkeiten lassen sich in zwei verschiedene Arten unterteilen, die phonologischen Störung und die Artikulationsstörung.


Phonologische Störung

Bei einer phonologischen Störung hat das Kind Probleme beim Erwerb des Lautinventars, d.h. es erwirbt die Laute oder die Regeln zu ihrer Kombination fehlerhaft oder unvollständig. Es weiß z. B. noch nicht, dass „sch“ und „“s“ unterschiedliche Laute der deutschen Sprache sind und benutzt deshalb nur das „s“. Dies führt dazu, dass es Wörter fehlerhaft ausspricht.

Artikulationsstörung

Bei der Artikulationsstörung handelt es sich um eine motorische Störung der ausführenden Sprechorgane. So gelingt es dem Kind z. B. nicht, die Zunge an die für die korrekte Aussprache  eines Lautes notwendige Stelle zu bringen.


Logopädische Therapie

Die Therapie unterscheidet sich darin, welche Aussprachestörung vorliegt. Bei der Artikulationsstörung stehen überwiegend motorische Übungen im Vordergrund, die die Geschicklichkeit und Kraft von Lippen und Zunge fördern sollen. Darüber hinaus werden die betroffenen Laute geübt und in das spontane Sprechen des Kindes übertragen.

Bei Kindern mit einer phonologischen Störung steht die Verdeutlichung des Unterschiedes von den Lauten im Vordergrund, sodass das Kind erkennt, dass z. B. „s“ und „sch“ zwei bedeutungsunterscheidende Laute sind. Beispiel: „Schal“ und „Sa(a)l“.

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